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Aktivitäten der ARGE Höhle und Karst Stuttgart 2013

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Vom 4. - 8. September 2013 fand eine Forschungswoche in Schmalfelden statt, mit folgenden Ergebnissen:

  • S2: Standorfer Siphon ca. 15m weit betaucht, kein Ende erreicht.
  • Fuchslabyrinth:
    • Mögliche Verbindung zwischen Fulab und Skelettspalte identifiziert und erweitert.
    • Grundriss des Oberlaufs im Wassergang auf ca. 120m Länge komplettiert.
    • Oberlaufs im Wassergang des Fulab erstreckt sich jenseits der bisherigen Vermessung mindestens weitere 60m, ohne sichtbares Ende. Entfernung zur Dorfdoline nur ca. 100m (Luftlinie).
    • Bergung zahlreicher mittelalterlicher Scherben und Knochen aus dem Wassergang.
    • Messfehler im Bereich der 9. Kluft bereinigt.
    • Verlauf eines ehem. Baches (Kluft 11-15) kartiert.
  • Besitzer des Reuschholz bestätigt Lage des ehem. Bohrlochs.
  • Besitzer des Reuschholz zeigt neuen Einbruch am Rande eines seiner Felder.
  • Zugang zu: Wolpertshäuser Schächte, Rudelsdorfer Schacht, Spielbacher Schacht verifiziert.
  • Wasser-Niveaus in der Schmalfeldener Ortsdoline eingemessen.
  • Oberrimbacher Ortsquelle befahren und Wasseraustritt fotografiert.
  • Wasserstollen bei Kirchberg vermessen.
Für den ausführlichen Bericht (pdf) click hier (1,2 MB).
Tourenbericht Fuchslabrynth 2013

Teilnehmer: Christopher Ross, Michael Wasmund

Vorhaben: „Plutoschluf“ vermessen, Fortsetzungsmöglichkeiten im „Plutogang“ erkunden, Knochen fotografieren.

C-Gang und Pluto Gang Nach Anreise am Vorabend und Übernachtung im Waschhaus beginnen wir die Tour am Samstag recht entspannt. Ralph überreichen wir ein Metallschild „Vorsicht Engstelle“ zur Befestigung am Boden des Eingangs-Schachtes. Dieser Gag sorgt schon mal für gute Laune

Mit je einem Gepäckstück und 4x2m PvC-Rohr (20mm Durchmesser) rumpeln wir in den „C-Gang“. 2,5m nördlich von MP „C19“ schiebe ich insgesamt 8 Meter Rohr in Richtung 230° (siehe Strich im Bild), in der Hoffnung, das andere Ende im „Pluto-Gang“ zu sichten und somit einen Ringschluss (zwecks Korrektur der Vermessung) zu erzeugen.
Zu Hause stellt sich dann heraus, dass die gewählte Stelle nicht gerade optimal war, und deshalb das Röhrchen den Pluto-Gang gar nicht erreichen konnte.

Nachdem dies erledigt ist, machen wir uns an die Vermessung des „Pluto-Schlufs“. Ich schlufe mit den Füßen zuerst hinein, setzte Messpunkte, während Chris vorwärts hineinschlufend misst und schreibt. Tatsächlich müssen wir nur drei Messpunkte setzen für die ca. 7 Meter, allerdings unter akrobatischen Verrenkungen. C-Gang und Pluto Gang
Als nächstes schaue ich mir das Süd-Ende des „Pluto-Ganges“ genauer an. Eindeutig geht es hier gerade aus nach Süden weiter, allerdings lässt eine heruntergebrochene Deckenplatte einen kaum 30cm breiten Spalt frei, hier müsste man entweder meißeln oder die Platte untergraben, um durchzukommen. Weiter hinten besteht die linke Wand aus Versturzbrocken, an denen man eventuell vorbei käme, aber sehr eng. Sehr wahrscheinlich zweigt auch nach rechts etwas flach ab, allerdings kann man das nicht einsehen.

Wenige Meter vor dem Süd-Ende zweigt spitzwinklig rechts eine nicht schlufbare Röhre nach etwa Norden ab. Diese Röhre mündet nach ca. 2-3 Metern in eine Querkluft, die durchaus befahrbar aussieht. Die Querkluft ist so nah am „Pluto-Gang“, dass sie eigentlich in dieses einmünden müsste. An der entsprechenden Stelle ist jedoch nur ein total verlehmtes „Schlüsselloch“ Gangprofil zu sehen. Das grabe ich kurz an, aber offensichtlich ist die „Lehmplombe“ doch etwas länger. Hier würde es sich definitiv lohnen, 1-2 Std. zu graben, um dann evtl. so in die westlichen Gänge zu kommen, als Alternative zu dem viel zu engen „K-Gang-Verbindungsschluf“.

Weiter geht’s in die Mitte des Pluto-Ganges, bei ca. MP 202. Dicht beieinander sieht man hier:
a) Gipsnadeln, ca. 10cm lang,
b) kleinere Knochen, die bei Berührung zu Staub zerfallen, Wahrscheinlich Mittelhand und Zehenknochen eines Säugetiers (Katze?, Fuchs?, Hase?).
c) eine verwestes Kleintier älteren Datums,
d) sehr gut versteckt ein ca. 10cm langer wohl prähistorischer Knochen, hängend an einer Deckenplatte, sehr schön herauspräpariert. Wahrscheinlich ein Saurierknochen. Evtl ein Unterarmknochen (Elle oder Speiche) eines großen Nothosauriers.

Gipsnadeln kleine Knochen
Kleintier Knochen
Wir fotografieren alles, allerdings mit einer einfachen Handy-Kamera, die nur sehr mäßige Bilder liefert.

Verbindungs-Schluf zum K-Gang Als zweitletzte Aktion wenden wir uns dem nördlichen Ende des „Pluto-Ganges“ zu. Die oben erwähnten PvC-Röhrchen sind nicht zu sehen. Nach wenigen Minuten Lehmschaufelei kann ich mich ca. 2m unter die östliche Wand schieben. Dort sieht man eine endlose flache Halle ohne Raumbegrenzung, angefüllt mit heruntergebrochenen Deckenplatten, die ca. 20cm Luft zwischen Platte und Decke lassen. Nicht weit vor mir gibt es eine Lücke zwischen den Platten, Nord/Süd verlaufend, in die man mit etwas Akrobatik evtl. hineinkommen könnte, um von dort aus nach Norden zu schlufen. So ganz wohl ist mir bei der Sache nicht, und früher oder später müsste man in dem bereits von Niko Löffelhardt vermessenen Gebiet (K-Gang) herauskommen.
Als letztes dann noch der Verbindungs-Schluf zum K-Gang. Chris hat den Einstieg etwas begradigt, so dass ich mit den Füßen zuerst bis zur Brust hineinkomme, evtl. auch weiter, aber dann wäre der Schluf gefüllt und ich könnte mich kaum bewegen (obwohl, mit den Füssen kann ich doch nach rechts und links mindestens 1m Breite ertasten). Wir können uns beide nicht überwinden, hineinzukriechen, obwohl das die Verbindung in Richtung Westen ist – wichtig für Ring-Korrektur und evtl. weitere Erforschung.


Zum Abschluß:
Parallel zu unserer Tour vermessen Markus und Graham den Beton-Teil des Eingang 1 (siehe Bild unten).
Eingang

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